Freitag, 23. Oktober 2009
(500) Days of Summer
Es ist eine Geschichte wie jede andere auch. Ein Junge trifft ein Mädchen! Wer mehr als drei Filme dieser Art bislang gesehen hat, weiß wie der Film ausgehen wird und freut sich darauf zu sehen, wie sie genau diese beiden am Ende finden werden.
Doch schon zu Beginn macht der Erzähler deutlich, dass es eben KEINE Liebesgeschichte ist. Ein mieser Trick, um den Zuschauer an der Stange zu halten oder einfach die Ankündigung einen der aufregendsten Filme des laufenden Kinojahres nun zu Gesicht zu bekommen?!

Das Zweite trifft zu. Beinahe jede Liebesgeschichte erzählt von den Hindernissen zweier Personen, die füreinander geschaffen zu sein scheinen, es aber einfach nicht so richtig hinbekommen wollen und es am Ende dann doch schaffen. (500) Days of Summer ist anders. Er erzählt die Geschichte, die in der Realität weitaus öfters vorkommt als die üblichen Hollywood-Seifenblasen, nämlich von der einseitigen Liebe, die offenbar kein gutes Ende nehmen wird.

Die schafft der Film in einer beeindruckenden Art und Weise. In Zeitsprüngen erschafft er dem Zuschauer ein klares Bild von all den 500 Tagen, in denen Tom in Summer verliebt ist. Vor jeder Szene weiß der Zuschauer bereits, in welche Stimmung er hineingerissen wird. Das geschieht nicht nur Dank der Tageszahl, sondern durch ein atmosphärisches Bild, in dem ein einfacher Baum in einer der Jahreszeiten dargestellt wird.
Der Film springt in der Zeit wild hin und her und zeigt dabei lediglich alltägliche Situationen, die jeder von uns bereits durchlebt hat. Ja, es ist die Authenzität von der dieser Film lebt.

Ein klares Statement zur Liebe liefert der Film dankenswerterweise nicht und versucht es auch nicht einmal. Denn niemand weiß, ob das Glück, was man hat, einmalig ist oder ob es ohne weiteres durch ein anderes, neues Glück ersetzt werden kann. Doch Summer weiß, was geschieht, wenn es einmal vorbei ist. "DAS LEBEN" und das läuft nun mal weiter. Ob man will oder nicht!

10/10

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