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Sonntag, 1. November 2009
Vorfreude, Movie-Park und Assoziale
dopo, 16:12h
Vorfreude ist doch bekanntlich die schönste aller Freuden! Diese eigentlich recht abgenutzte Lebensweissheit wurde gestern wieder einmal mehr als bestätigt. Bereits Wochen im Voraus war klar, dass die alteingesessene Erftstadt-Crew den traditionell anstehenden Besuch im Movie-Park zum Halloween-Special antreten wird. Schon am Freitag wurde fleißig gebacken, um die bereitstehenden Tupperdosen mit leckerem Inhalt zu füllen. Wir wollten nun nicht unser komplettes Gespartes im Park auf den Kopf hauen. Mit Keksen, Törtchen, Getränken und allerlei anderen Leckereien bewaffnet, kamen wir an unserem Ziel schließlich an.
Man wird nicht jünger und so starteten wir unseren Parkbesuch im NICK-Land, dem Parkbereich extra für Kinder und mit dementsprechend gemäßigten Attraktionen. Diese Entscheidung in diesem Parkabschnitt zu beginnen, sollte eine der Fehlentscheidungen des Tages werden. Denn nach ein paar Stunden später war der Park nicht nur gut besucht oder wahlweise voll, sondern völlig überfüllt. „Na sie werden jetzt sicherlich keine weiteren Menschen mehr hineinlassen“ war unsere Devise, während wir uns über die merkwürdigen Gestalten im Park wunderten. Auch jetzt hoffe ich noch, dass dies kein sozialer Querschnitt unserer Gesellschaft gewesen ist, da es sonst um Deutschland weitaus schlimmer stehen würde als bislang je geahnt. Die soziale Komponente der Gäste spielte im Nachhinein übrigens eine nicht unwesentliche Rolle. Dazu gleich mehr.
Am späten Nachmittag war im Park kein Durchkommen mehr. Warteschlangen standen bis zu 100 (!!!) Meter außerhalb der regulären Wartebereiche und verstopften die ohnehin viel zu vollen Gehwege (Bilder folgen)! Die Hauptverkehrsader im Park war so überfüllt, dass jeder Musikact hier gerne seine Bühne aufgestellt hätte. Gäste durften dennoch immer noch in den Park!
Nach einer schriftlichen Beschwerde beim Gästeservice (selbst der Toilettenbesuch und der Kauf von einer warmen Mahlzeit war mit Wartezeiten jenseits der 10/15 Minuten verbunden) wollten wir wenigstens eine der Horrorattraktionen besuchen. Jedoch hatten wir die Rechnung nicht mit den sozial kompetenten Besuchern des Parks gemacht. Binnen 20 Minuten wären wir beinahe in drei Schlägereien geraten. Dank der Gruselgestalten entstanden nämlich immer wieder „Mini-Paniken“, die alle umstehenden Gäste umrempelten oder (mir) den Glühwein einmal komplett über den Arm kippten. Dumm nur, wenn wir nur aufgrund unserer bloßen Anwesenheit als „Missgeburt“ bezeichnet wurden – schließlich hätte man das „Akademikervolk“ böswillig umgerannt. Blutige Nasen waren beinahe vorprogrammiert.
Das war zu viel des Guten: Die Beschwerde wurde intensiviert, Geld zurück verlangt („Verfahren“ läuft noch) und dann ab nach Hause. Am Ausgang wurde wir dann bestätigt, dass wir uns keineswegs angestellt haben. Die Polizei blockierte den Eingang, damit NIEMAND mehr hineinkommen konnte, zahlreiche Beamte müssen den Verkehr leiten, Straßen sperren und frustrierte „Fast“-Gäste beruhigen. Ärgerlich für diejenigen, die ihre Tickets im Internet vorbestellt hatten und dennoch keinen Zutritt bekamen.
Fazit: Es war unmöglich in einem Freizeitpark Spaß zu haben! Vernichtendes Urteil, was nach 5 kleinen Fahrgeschäften innerhalb von 6 Stunden mehr als gerechtfertigt ist! "Hurra ich bin im Film" preist der Movie Park sein Angebot an. Na es gibt nun mal auch sehr, sehr schlechte Filme!
Schade, mehr als Vorfreude gab es nicht – diese war aber schön ;-)
3/10 (Ein Punkt für die Vorfreude und Gebäck, ein Punkt für die dennoch tolle Gruppe und diverser Lachanfälle)
Man wird nicht jünger und so starteten wir unseren Parkbesuch im NICK-Land, dem Parkbereich extra für Kinder und mit dementsprechend gemäßigten Attraktionen. Diese Entscheidung in diesem Parkabschnitt zu beginnen, sollte eine der Fehlentscheidungen des Tages werden. Denn nach ein paar Stunden später war der Park nicht nur gut besucht oder wahlweise voll, sondern völlig überfüllt. „Na sie werden jetzt sicherlich keine weiteren Menschen mehr hineinlassen“ war unsere Devise, während wir uns über die merkwürdigen Gestalten im Park wunderten. Auch jetzt hoffe ich noch, dass dies kein sozialer Querschnitt unserer Gesellschaft gewesen ist, da es sonst um Deutschland weitaus schlimmer stehen würde als bislang je geahnt. Die soziale Komponente der Gäste spielte im Nachhinein übrigens eine nicht unwesentliche Rolle. Dazu gleich mehr.
Am späten Nachmittag war im Park kein Durchkommen mehr. Warteschlangen standen bis zu 100 (!!!) Meter außerhalb der regulären Wartebereiche und verstopften die ohnehin viel zu vollen Gehwege (Bilder folgen)! Die Hauptverkehrsader im Park war so überfüllt, dass jeder Musikact hier gerne seine Bühne aufgestellt hätte. Gäste durften dennoch immer noch in den Park!
Nach einer schriftlichen Beschwerde beim Gästeservice (selbst der Toilettenbesuch und der Kauf von einer warmen Mahlzeit war mit Wartezeiten jenseits der 10/15 Minuten verbunden) wollten wir wenigstens eine der Horrorattraktionen besuchen. Jedoch hatten wir die Rechnung nicht mit den sozial kompetenten Besuchern des Parks gemacht. Binnen 20 Minuten wären wir beinahe in drei Schlägereien geraten. Dank der Gruselgestalten entstanden nämlich immer wieder „Mini-Paniken“, die alle umstehenden Gäste umrempelten oder (mir) den Glühwein einmal komplett über den Arm kippten. Dumm nur, wenn wir nur aufgrund unserer bloßen Anwesenheit als „Missgeburt“ bezeichnet wurden – schließlich hätte man das „Akademikervolk“ böswillig umgerannt. Blutige Nasen waren beinahe vorprogrammiert.
Das war zu viel des Guten: Die Beschwerde wurde intensiviert, Geld zurück verlangt („Verfahren“ läuft noch) und dann ab nach Hause. Am Ausgang wurde wir dann bestätigt, dass wir uns keineswegs angestellt haben. Die Polizei blockierte den Eingang, damit NIEMAND mehr hineinkommen konnte, zahlreiche Beamte müssen den Verkehr leiten, Straßen sperren und frustrierte „Fast“-Gäste beruhigen. Ärgerlich für diejenigen, die ihre Tickets im Internet vorbestellt hatten und dennoch keinen Zutritt bekamen.
Fazit: Es war unmöglich in einem Freizeitpark Spaß zu haben! Vernichtendes Urteil, was nach 5 kleinen Fahrgeschäften innerhalb von 6 Stunden mehr als gerechtfertigt ist! "Hurra ich bin im Film" preist der Movie Park sein Angebot an. Na es gibt nun mal auch sehr, sehr schlechte Filme!
Schade, mehr als Vorfreude gab es nicht – diese war aber schön ;-)
3/10 (Ein Punkt für die Vorfreude und Gebäck, ein Punkt für die dennoch tolle Gruppe und diverser Lachanfälle)
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