... newer stories
Sonntag, 8. November 2009
Rom aus Deutschland!
dopo, 18:32h
Die Päpstin
Großartige Kulissen, tolle Kostüme und eine tolle Schauspielerin! So kann man meine Erwartungen nach den durchwachsenen Kritiken am besten beschreiben. Als Nicht-Leser der Buchvorlage wusste ich bis auf ein paar Keyfacts nicht wirklich viel über die Geschichte. Spannend soll sie sein. Ja, spannend betonte meine Schwester immer wieder. Dieses Versprechen hält der Film wirklich nur bedingt ein.
Der Film versucht alle offenbar wichtige Stationen und Ereignisse des Buches unterzubringen und begeht mit der eigenen Erzählweise einen großen Fehler. Der Film bekommt irgendwie keinen richtigen Drive, wirkt zwischendurch zu abgehakt bzw. abgehetzt. Die Figur der Johanna bleibt insgesamt ohne Tiefe, lediglich die Konturen werden gezeichnet, indem ständig betont wird wie intelligent Johanna doch gewesen sei. Die Betonung auf diesen Aspekt geschieht mit einer Penetranz, dass es schon richtig nervig ist. Spannung wird so nicht erzeugt!
Positiv anzumerken ist die allgemeine Ausstattung des Films. Eine US-Produktion hätte für ähnliche Bilder locker das Dreifache des Budgets ausgegeben! Effektiv wurde demnach definitiv gearbeitet. Ebenso Johanna Wokalek weiß in ihrer Rolle zu überzeugen, auch wenn ich zu keiner Sekunde verstehen konnte, wieso ihr jeder die Jungenrolle abgenommen hatte. Dafür ist Frau Wokalek einfach zu feminin. Mit viel Einsatz und Ausdrucksstärke beweist sie dennoch die Richtige für die Rolle gewesen zu sein und gerade sie hätte Potenzial gehabt die Tiefen der Figur „der Päpstin“ weitaus überzeugender darzustellen als es das Drehbuch offenbar zugelassen hat.
So bleibt am Ende ein mittelmäßiger Film, der auch als TV-Event-Movie gut aufgehoben gewesen wäre. Weder sonderlich gut, noch sonderlich schlecht, aber definitiv nicht DER FILM DES JAHRES – wie er von den Marketing-Gurus von Constantin gerne betitelt wird.
5/10
Großartige Kulissen, tolle Kostüme und eine tolle Schauspielerin! So kann man meine Erwartungen nach den durchwachsenen Kritiken am besten beschreiben. Als Nicht-Leser der Buchvorlage wusste ich bis auf ein paar Keyfacts nicht wirklich viel über die Geschichte. Spannend soll sie sein. Ja, spannend betonte meine Schwester immer wieder. Dieses Versprechen hält der Film wirklich nur bedingt ein.
Der Film versucht alle offenbar wichtige Stationen und Ereignisse des Buches unterzubringen und begeht mit der eigenen Erzählweise einen großen Fehler. Der Film bekommt irgendwie keinen richtigen Drive, wirkt zwischendurch zu abgehakt bzw. abgehetzt. Die Figur der Johanna bleibt insgesamt ohne Tiefe, lediglich die Konturen werden gezeichnet, indem ständig betont wird wie intelligent Johanna doch gewesen sei. Die Betonung auf diesen Aspekt geschieht mit einer Penetranz, dass es schon richtig nervig ist. Spannung wird so nicht erzeugt!
Positiv anzumerken ist die allgemeine Ausstattung des Films. Eine US-Produktion hätte für ähnliche Bilder locker das Dreifache des Budgets ausgegeben! Effektiv wurde demnach definitiv gearbeitet. Ebenso Johanna Wokalek weiß in ihrer Rolle zu überzeugen, auch wenn ich zu keiner Sekunde verstehen konnte, wieso ihr jeder die Jungenrolle abgenommen hatte. Dafür ist Frau Wokalek einfach zu feminin. Mit viel Einsatz und Ausdrucksstärke beweist sie dennoch die Richtige für die Rolle gewesen zu sein und gerade sie hätte Potenzial gehabt die Tiefen der Figur „der Päpstin“ weitaus überzeugender darzustellen als es das Drehbuch offenbar zugelassen hat.
So bleibt am Ende ein mittelmäßiger Film, der auch als TV-Event-Movie gut aufgehoben gewesen wäre. Weder sonderlich gut, noch sonderlich schlecht, aber definitiv nicht DER FILM DES JAHRES – wie er von den Marketing-Gurus von Constantin gerne betitelt wird.
5/10
... link (1 Kommentar) ... comment
... older stories