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Dienstag, 12. Januar 2010
Hinter dem Spiegel wartet Fantasie
dopo, 01:24h
Das Kabinett des Dr. Parnassus
Die Kraft der Vorstellungskraft wurde im Kino schon oft zelebriert. Fantasiewelten hinter alltäglichen Gegenständen sind wir auch schon des öfteren begegnet. Geschäfte mit dem Teufel, die niemals zum Vorteil des Geschäftspartners sind wurden auch schon verfilmt. Die Kombination aus diesen drei Elementen ist dagegen neu.
Natürlich überschattet der tragische Tod von Heath Ledger vor gut zwei Jahren diesen Film und wirft damit Schatten voraus. Ein Erwartungsdruck, dem der Film nicht standhalten kann. Das Drehbuch musste umgeschrieben werden, um ein akzeptables Ergebnis zu erschaffen. Das ist durchaus gelungen, auch wenn hin und wieder ein stringenter Faden in der Handlung fehlt. Das liegt aber eher am Grundkonzept des Films und der eigentlichen Einfachheit der Geschichte.
Dr. Parnassus ist also tausende Jahre alt. Unsterblichkeit hat er erlangt. Selbstverständlich wurde ihm diese durch den Teufel höchstpersönlich erteilt. Der Preis jedoch ist viel zu hoch, denn Parnassus muss seine Tochter an ihrem 16. Geburtstag dem Teufel überlassen, wenn dieser nicht noch ein weiteres Spiel mit dem Doktor spielen wollte.
Die imaginäre Traumwelt, die hinter dem sonderbaren Spiegel wartet ist mit einer Fantasie gestaltet, wovon sich einige Filmemacher definitiv inspirieren lassen werden und auch sollten. Hunderte verrückte Ideen sind zwar manchmal eine zu viel, jedoch lässt Regisseur Gilliam der Leinwand einfach mal Luft und Raum. Schließlich gehört er neben Tim Burton zu den großen, unkonventionellen visuellen Visionären der Branche. Das etwas gering ausgefallene Budget kann aber auch er mit Kreativität und Fantasie nicht hinter dem Spiegel verstecken. Der bunte Trip steckt voller Symbole und Botschaften, die manchmal etwas überfordernd auf den Zuschauer einschießen und so manchen abschrecken werden. Mutige Reisende sollten jedoch ganz dringend einen Schritt in die imaginäre Traumwelt wagen.
Hin und wieder setzt der Film sein Konzept nicht konsequent um und bleibt damit hinter seinen Möglichkeiten. Die Tatsache, dass ein Drehbuch ohne den eigentlichen Hauptdarsteller derart glaubwürdig während der Dreharbeiten umgeschrieben wurde, ist dagegen unglaublich. Die Wartezeit bis zu Tim Burtons „Alice im Wunderland“ kann hiermit also wunderbar überbrückt werden.
7/10
Die Kraft der Vorstellungskraft wurde im Kino schon oft zelebriert. Fantasiewelten hinter alltäglichen Gegenständen sind wir auch schon des öfteren begegnet. Geschäfte mit dem Teufel, die niemals zum Vorteil des Geschäftspartners sind wurden auch schon verfilmt. Die Kombination aus diesen drei Elementen ist dagegen neu.
Natürlich überschattet der tragische Tod von Heath Ledger vor gut zwei Jahren diesen Film und wirft damit Schatten voraus. Ein Erwartungsdruck, dem der Film nicht standhalten kann. Das Drehbuch musste umgeschrieben werden, um ein akzeptables Ergebnis zu erschaffen. Das ist durchaus gelungen, auch wenn hin und wieder ein stringenter Faden in der Handlung fehlt. Das liegt aber eher am Grundkonzept des Films und der eigentlichen Einfachheit der Geschichte.
Dr. Parnassus ist also tausende Jahre alt. Unsterblichkeit hat er erlangt. Selbstverständlich wurde ihm diese durch den Teufel höchstpersönlich erteilt. Der Preis jedoch ist viel zu hoch, denn Parnassus muss seine Tochter an ihrem 16. Geburtstag dem Teufel überlassen, wenn dieser nicht noch ein weiteres Spiel mit dem Doktor spielen wollte.
Die imaginäre Traumwelt, die hinter dem sonderbaren Spiegel wartet ist mit einer Fantasie gestaltet, wovon sich einige Filmemacher definitiv inspirieren lassen werden und auch sollten. Hunderte verrückte Ideen sind zwar manchmal eine zu viel, jedoch lässt Regisseur Gilliam der Leinwand einfach mal Luft und Raum. Schließlich gehört er neben Tim Burton zu den großen, unkonventionellen visuellen Visionären der Branche. Das etwas gering ausgefallene Budget kann aber auch er mit Kreativität und Fantasie nicht hinter dem Spiegel verstecken. Der bunte Trip steckt voller Symbole und Botschaften, die manchmal etwas überfordernd auf den Zuschauer einschießen und so manchen abschrecken werden. Mutige Reisende sollten jedoch ganz dringend einen Schritt in die imaginäre Traumwelt wagen.
Hin und wieder setzt der Film sein Konzept nicht konsequent um und bleibt damit hinter seinen Möglichkeiten. Die Tatsache, dass ein Drehbuch ohne den eigentlichen Hauptdarsteller derart glaubwürdig während der Dreharbeiten umgeschrieben wurde, ist dagegen unglaublich. Die Wartezeit bis zu Tim Burtons „Alice im Wunderland“ kann hiermit also wunderbar überbrückt werden.
7/10
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