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Sonntag, 17. Januar 2010
Friendship!
dopo, 15:15h
Trailer, Plakate und Zeitungsartikel erschaffen bei Kinofilmen immer eine gewisse Erwartungshaltung, mit der jeder Besucher das Kino betritt. Insbesondere bei Komödien verlässt man häufig enttäuscht den Kinosaal – „Ich hab alle Gags ja schon im Trailer gesehen“. Ebenso können Thriller oder Actionfilme den eigenen Anforderungen selten absolut entsprechen. Verschwörungen oder Verwicklungen werden meist zu simpel aufgelöst. Umso schöner ist das absolute Gegenteil dieses Effektes. Die absolute, positive Überraschung und mit dieser haben wir es bei FRIENDSHIP zu tun.
Ich habe eine recht flache, dennoch witzige und harmlose Road-Movie-Komödie erwartet, die mit typischen DDR-Klischees aufwartet und skurrile Momente bereithält. Im Grunde genommen waren die Erwartungen nicht falsch, jedoch viel zu oberflächlich definiert. Denn der Film erschafft eine Grundstimmung, die zwar belebend, aber dennoch von einer Melancholie vorangetrieben wird. Die Schauspieler agieren authentisch, auch wenn die ostdeutsche Herkunft nicht 100% abgenommen wird. Letztlich spielt dieser Fakt für den Film eigentlich keine Rolle. Ein Ziel oder Traum gemeinsam zu erreichen und dabei Höhen und Tiefen einer Freundschaft zu erleben, stehen im Vordergrund.
Die Reise quer durch die USA ist schön fotografiert und die Bildsprache entwickelt eine Eigendynamik. Die Ankunft in Las Vegas habe ich jedenfalls noch nicht in dieser Art und Weise gesehen. Angetrieben von Zeitdruck bleibt keine Möglichkeit das Spieleparadies zu bewundern. Es ist und bleibt nur eine Durchreisestation mit notwendiger Verdienstmöglichkeit.
Ebenfalls ist es sehr angenehm, dass der Film zu einem Großteil nicht vorhersehbar ist und regelmäßig mit den Sehgewohnheiten spielt. Besonders der Schluss ist ein Schlag in die Magengrube, zementiert letztlich aber die Bedeutung einer wahren Freundschaft und schafft den ernsten Bezug zu der jüngeren deutschen Vergangenheit ohne dabei in Pathos oder aufgesetzten Gefühlen abzudriften. Nein, die Emotionen sind echt! Und genau deswegen trifft der Schluss ins Herz! San Francisco – wir sind da
9/10
Ich habe eine recht flache, dennoch witzige und harmlose Road-Movie-Komödie erwartet, die mit typischen DDR-Klischees aufwartet und skurrile Momente bereithält. Im Grunde genommen waren die Erwartungen nicht falsch, jedoch viel zu oberflächlich definiert. Denn der Film erschafft eine Grundstimmung, die zwar belebend, aber dennoch von einer Melancholie vorangetrieben wird. Die Schauspieler agieren authentisch, auch wenn die ostdeutsche Herkunft nicht 100% abgenommen wird. Letztlich spielt dieser Fakt für den Film eigentlich keine Rolle. Ein Ziel oder Traum gemeinsam zu erreichen und dabei Höhen und Tiefen einer Freundschaft zu erleben, stehen im Vordergrund.
Die Reise quer durch die USA ist schön fotografiert und die Bildsprache entwickelt eine Eigendynamik. Die Ankunft in Las Vegas habe ich jedenfalls noch nicht in dieser Art und Weise gesehen. Angetrieben von Zeitdruck bleibt keine Möglichkeit das Spieleparadies zu bewundern. Es ist und bleibt nur eine Durchreisestation mit notwendiger Verdienstmöglichkeit.
Ebenfalls ist es sehr angenehm, dass der Film zu einem Großteil nicht vorhersehbar ist und regelmäßig mit den Sehgewohnheiten spielt. Besonders der Schluss ist ein Schlag in die Magengrube, zementiert letztlich aber die Bedeutung einer wahren Freundschaft und schafft den ernsten Bezug zu der jüngeren deutschen Vergangenheit ohne dabei in Pathos oder aufgesetzten Gefühlen abzudriften. Nein, die Emotionen sind echt! Und genau deswegen trifft der Schluss ins Herz! San Francisco – wir sind da
9/10
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