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Donnerstag, 28. Januar 2010
Sherlock Holmes
dopo, 13:01h
Grundsätzlich bin ich nicht gegen Neuverfilmungen oder Neuinterpretationen, wie sie auch gerne genannt werden. Hollywood hat auch für die kommenden 12 Monate einiges angekündigt, was es eigentlich vor Jahren schon einmal im Kino gegeben hat. Den Fortsetzungsreigen eröffnet in Deutschland also Sherlock Holmes, der vielleicht bekannteste Pfeifenraucher. Guy Ritchie inszeniert den Film als großes Actionspektakel. Das ist nicht sonderlich überraschend, sondern war dank der zahlreichen Trailer auch so zu erwarten.
Das Set (London im 19. Jahrhundert) ist detailliert gebaut worden und man erkennt, welche Arbeit sich das Team um Guy Ritchie tatsächlich gemacht hat. Jedoch sieht man insbesondere bei Kamerafahrten, die das Stadtpanorama einfangen sollen, wo ein höheres Budget noch hätte aushelfen können. Optische Wermutstropfen sind grundsätzlich zu verschmerzen, wenn der Film eine schlüssige Geschichte erzählt und einfach Spaß macht. Beide Kriterien werden leider nicht im Ansatz erfüllt. Die Geschichte wirkt grundsätzlich unglaubwürdig (Fantasie hin oder her) und viel zu häufig passiert noch ein betont unvorhersehbares Ereignis, was Sherlock in Flashbacks analysiert und immer ohne Mühen dazu eine schlüssige Lösung in Sekunden parat hat.
Selbst diese Punkte könnten mit einer großen Portion Toleranz noch überdeckt werden, hätte der Film nicht ein grundlegendes Problem mit dem Erzähltempo. Der Film ist einfach öde und für die bescheidene Geschichte viel zu lang. Von dieser Tatsache versuchen die Macher jedoch abzulenken. Allzu erzwungene witzige Dialoge, flotte Musik im Hintergrund und irgendwie durchgehend Schauspieler, die im Overacting gefangen zu sein scheinen, täuschen nicht darüber hinweg, dass man sich schlichtweg langweilt. Spannung kommt daher auch nicht auf und je länger die Geschichte voranschreitet, desto gleichgültiger wird das Trauerspiel auf der Leinwand.
Kurz gesagt: Der finanzielle Erfolg an den Kinokassen der Welt (und mit Sicherheit auch in Deutschland) ist wohl wieder mal der gigantischen Werbekampagne zu danken. Ein zweiter Teil ist bereits in Planung. Mensch, hätte Sherlock diesen Fall doch mal abgegeben. Seinem Image hätte es gut getan.
3/10
Das Set (London im 19. Jahrhundert) ist detailliert gebaut worden und man erkennt, welche Arbeit sich das Team um Guy Ritchie tatsächlich gemacht hat. Jedoch sieht man insbesondere bei Kamerafahrten, die das Stadtpanorama einfangen sollen, wo ein höheres Budget noch hätte aushelfen können. Optische Wermutstropfen sind grundsätzlich zu verschmerzen, wenn der Film eine schlüssige Geschichte erzählt und einfach Spaß macht. Beide Kriterien werden leider nicht im Ansatz erfüllt. Die Geschichte wirkt grundsätzlich unglaubwürdig (Fantasie hin oder her) und viel zu häufig passiert noch ein betont unvorhersehbares Ereignis, was Sherlock in Flashbacks analysiert und immer ohne Mühen dazu eine schlüssige Lösung in Sekunden parat hat.
Selbst diese Punkte könnten mit einer großen Portion Toleranz noch überdeckt werden, hätte der Film nicht ein grundlegendes Problem mit dem Erzähltempo. Der Film ist einfach öde und für die bescheidene Geschichte viel zu lang. Von dieser Tatsache versuchen die Macher jedoch abzulenken. Allzu erzwungene witzige Dialoge, flotte Musik im Hintergrund und irgendwie durchgehend Schauspieler, die im Overacting gefangen zu sein scheinen, täuschen nicht darüber hinweg, dass man sich schlichtweg langweilt. Spannung kommt daher auch nicht auf und je länger die Geschichte voranschreitet, desto gleichgültiger wird das Trauerspiel auf der Leinwand.
Kurz gesagt: Der finanzielle Erfolg an den Kinokassen der Welt (und mit Sicherheit auch in Deutschland) ist wohl wieder mal der gigantischen Werbekampagne zu danken. Ein zweiter Teil ist bereits in Planung. Mensch, hätte Sherlock diesen Fall doch mal abgegeben. Seinem Image hätte es gut getan.
3/10
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