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Dienstag, 3. August 2010
Knight and Day
dopo, 12:58h

Neben derzeit höchst anspruchsvoller Kinokost (INCEPTION) finden sich auch immer Sommerblockbuster im Kino wieder, die vollkommen sinnentleert für Unterhaltung sorgen sollen. KNIGHT AND DAY ist für den regelmäßigen Kinogänger genau diese Art von Film, bei der das Hirn einfach mal ausgeschaltet bleiben kann, um sich zu erholen und vom Alltag zu entfernen. Während die Erwartungshaltung bei grundsätzlich guten Filmen zu Enttäuschungen führen kann, hält KNIGHT AND DAY den zugegebenermaßen niedrigen Erwartungen ohne Probleme stand.
Cameron Diaz spielt die verschrobene June, Tom Cruise den durchgedrehten Geheimagenten Roy, der laut Geheimdienst die Kontrolle über sich verloren hat und eine neuartige Energiequelle zu stehlen versucht. Bis zur Auflösung wird der Zuschauer ein paar Male in die Irre geführt und umschifft dabei ein paar Storywendungen. Während dieser knapp 2 Stunden wird die halbe Welt bereist, unsinniges Zeug erzählt und teilweise etwas übermotiviert in der Gegend herum geschossen. Letztendlich bietet der Film damit keinerlei Innovationen und prinzipiell braucht ihn daher kein Mensch, aber der Film macht einfach Spaß, tierrisch viel Spaß.
Cameron Diaz und Tom Cruise harmonieren perfekt, auch wenn es zwischen den beiden Altstars nicht sonderlich knistert. Es muss nicht immer die große Liebesgeschichte sein, sondern ein inniges „Kumpel-sein“ funktioniert in diesem Fall weitaus besser, sodass die Tatsache der fehlenden Liebe keineswegs stört. Denn insbesondere Cruise spielt mit einer Selbstironie, als würde sein Leben davon abhängen sich von seinem Actionstar- (oder Scientologen-)Image zu lösen. Wie schon in TROPIC THUNDER offenbart er dabei komödiantisches Talent – so möchte man ihn eigentlich viel öfters sehen – auf höchstem Niveau. Die Spezialeffekte spielen dagegen in einer Liga darunter und können nicht durchweg überzeugen. Zu häufig wirken die Szenen nicht exakt genug verarbeitet und wirken etwas verschwommen. Im Jahre 2010 sollten Probleme dieser Art bei Hochglanzproduktionen nicht vorkommen.
Der Spaß steht im Vordergrund und davon bekommt man reichlich, auch wenn der Großteil des Films danach recht schnell vergessen sein wird. Lässiger hat noch niemand seine Sonnenbrille bei einer Verfolgungsjagd gereicht bekommen.
8/10
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