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Donnerstag, 2. September 2010
Mary & Max plus Kurzkritiken
dopo, 15:08h

Eine Freundschaft kann es in vielen Facetten geben. Eine besonders ungewöhnliche Freundschaft verbindet Mary und Max, die durch einen Altersunterschied von über 30 Jahren und einer Entfernung von mehreren tausend Kilometer getrennt sind. Persönlich sind sie sich nie begegnet, sondern führen durch einen Zufall eine Brieffreundschaft, die über viele Jahre bestehen bleibt. Diese Ausgangsituation klingt nicht sonderlich außergewöhnlich, der Film ist es dennoch.
Es handelt sich um ein Stop-Motion-Animationsfilm der besonderen Sorte. Denn hier wird nochmals unterstrichen, dass ein Animationsfilm keineswegs ein Kinderfilm darstellt. Der Film ist für Kinder viel zu düster und auch zu problemlastig. Beide Protagonisten haben ihre jeweiligen Schicksale, die teilweise miteinander verknüpft zu sein scheinen. Gemeinsam lassen sich einige Probleme lösen ohne vor Ort zu sein, manchmal reicht das bloße zuhören bzw. lesen des Briefes. Die Stimmung ist durchweg traurig – zu tragisch sind die beiden Schicksale. Jedoch schafft Regisseur Adam Elliot dank pechschwarzem Humor immer wieder die Situation aufzulockern, teilweise mit sehr drastischen Maßnahmen (Themen wie Alkoholismus, Suizidgedanken, Schönheitsoperationen und diverse andere Krankheiten werden binnen 80 Minuten abgehandelt).
Das Szenenbild ist durchweg düster, Marys Welt ist in braunen Farben ausgestattet, dagegen ist die Welt von Max durchweg grau. Nur selten wird diese Atmosphäre durch dezenten Farbeinsatz aufgebrochen, wie auch die allgemeine Erzählung der Geschichte. Drei Viertel der Geschichte werden vom Erzähler begleitet, Dialoge sind durch die Brieffreundschaft kaum vorhanden, was weitaus sperriger klingt, als es ist. Die Erzählstimme ist derart gut gewählt und die liebevollen Animationen versprühen ihren eigenen Charme, sodass die Erzählweise sogar sehr angenehm auffällt.
Nur weil ein Film düster, pessimistisch und unerfreulich ist, muss man noch lange nicht betrübt den Kinosaal verlassen. Durch dezent eingestreute Hoffnungsschimmer verliert auch der Zuschauer nie die Hoffnung auf ein besseres Leben der beiden Freunde. Und am Ende siegt die Freundschaft über alles, natürlich auch hier unkonventionell.
8/10
Step up 3D – 6/10
Unnötig klischeehafte Story im gewohnten Hip Hop Soundgewand, mit teilweise spektakulären Tanzszenen. Besonders positiv: der 3-D-Effekt fällt hier endlich mal wieder deutlich ins Gewicht!
The Expendables 7/10
Harter Actionstreifen, der sich gar nicht so bierernst nimmt. Letztlich ist die Ankündigung des „besten Actioncasts“ eine Werbefinte. Arnold Schwarzenegger, Bruce Willis, Mickey Rourke und gar Dolph Lundgren spielen eine enorm untergeordnete Rolle und dienen mehr als Namedropping.
Salt 7/10
Geradliniger Actionstreifen, der im Trailer mehr „Agentenfilm“ suggeriert, als er wirklich ist. Die Story ist eben doch nebensächlich, hauptsache es knallt und Angelina sieht dabei gut aus. Kann mann, muss man nicht sehen!
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