Mittwoch, 24. November 2010
Harry Potter 7.1 + weitere Bewertungen


Nach James Bond (der allerdings auch auf bisher 16 Filme mehr kommt) ist Harry Potter die erfolgreichste Filmreihe aller Zeiten. Anfangs wechselten sich die Regisseure regelmäßig ab, um immer wieder neue inszenatorische Ansätze in die Geschichte zu integrieren. Nun sitzt David Yates bereits das dritte Mal auf dem Regiestuhl. Er hat die Ehre diese Filmreihe zu Ende zu bringen. Bereits mehr als zwei Millionen Besucher sind dem Ruf gefolgt und haben sich den ersten Teil des Finales angeschaut.

Erstmals spielt der Film zur keiner Sekunde in der Schule von Harry Potter, dafür aber im gesamten Gebiet Englands. Die Ausstattung ist wie immer atemberaubend gut und man kann sich schwer vorstellen, dass die meisten Szenen im Studio entstanden sind und ganze Landschaften sowie Gebäude nur für diesen Dreh aufgebaut worden sind. Die Spezialeffekte können sich selbstverständlich auch sehen lassen; die Maske bleibt ebenfalls auf einem sehr hohen Level. Was könnte jetzt noch das Vergnügen trüben, wenn das Drehbuch auf einer tollen Geschichte basiert?! Naja, Schauspieler müssen dem Ganzen noch Leben einhauchen und hier ist das größte Manko: Daniel Radcliffe aka Harry Potter. Während in anderen Verfilmungen die großartigen Nebendarsteller von seiner Schauspielleistung ablenken konnten, ist Daniel Radcliffe nun viel mehr in den Fokus geraten. Insbesondere in den emotionalen Momenten enttäuscht seine Mimik und Gestik, während Emma Watson aka Hermine ihn regelmäßig an die Wand spielt. Weitere Ablenkungen gibt es kaum. Dadurch können diverse Längen nicht überspielt werden, sondern werden gar dadurch viel konsequenter aufgedeckt.

Es bleibt nun abzuwarten, was das Finale in 3-D dann mit sich bringt. Eine Steigerung ist in jedem Falle bitter nötig, aber auch wahrscheinlich. Durch die Trennung des Buches in zwei Teile sind offenbar (normaler Spannungsbogen jeder Geschichte) die spannenden bzw. spannenderen Elemente noch nicht erreicht worden. So ist alles nett anzusehen, jedoch wirkt das gesamte Werk merkwürdig blutleer und teilweise etwas belanglos (die filmische Auflösung bekommt man erst im Juli 2011 zu sehen). Finanziell hat sich die Aufteilung des Buches bereits jetzt gelohnt, dramaturgisch gibt es bisweilen noch diverse Zweifel.

6/10

Machete 8/10
Die Legende der Wächter 7/10
I am Love 7/10

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