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Dienstag, 18. Januar 2011
Green Hornet + Love and other Drugs + Bewertung Last Night
dopo, 11:58h

Comicverfilmungen gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, ähnlich wie mit den alljährlichen Weihnachtsfantasystreifen ist die Qualität der Quantität gewichen, sodass sich der Zuschauer mittlerweile zweimal überlegt, ob er sich eine (in Deutschland ja meist) unbekannte Comicvorlage als audiovisuelles Spektakel auf der Leinwand anschauen mag. Unfreiwillige Komik und oftmals auch zu ernste Verfilmungen von Strumpfhosenhelden wirken dann doch oft etwas seltsam. In diesem Fall versucht Regisseur Gondry zu keiner Sekunde an andere Verfilmungen dieser Art anzuschließen, sondern führt das komplette Superheldengenre von Beginn an ad absurdum.
Es vergehen keine fünf Minuten, in denen kein Verweis auf übertriebene Darstellung der Vorbilder hinweist. Dabei gelingt Gondry das Kunststück sich mit dem Zuschauer nicht auf Kosten der Verfilmungen lustig zu machen. Viel mehr erfreut er sich an den kleinen Ungereimheiten, die er mit viel Liebe zum Detail in die Welt von Green Hornet einfügt. So wird es eher eine kleine Hommage als eine Persiflage von Superman und Co. Der humoristische Aufbau macht unglaublich viel Spaß und lässt auch über Logik- und Drehbuchlöcher hinwegsehen. Denn die wahre Handlungsmotivation von Britt Reid und Kato (tolles Gespann: Seth Rogen und Jay Chou) wird über die komplette Spielzeit von 120 Minuten nicht klar und noch weniger nachvollziehbar.
Neben der ganzen Gags geht dennoch zwischendurch ein wenig die Puste aus und manchmal wünscht man sich, dass nicht aus jeder einzelnen Szene zwangsweise ein Gag herausgequetscht werden muss. Obwohl die meisten Gags zünden, wäre es doch wünschenswert, wenn die Geschichte vorangetrieben werden würde, statt das Zwerchfell zu kitzeln. Denn das hat Green Hornet gar nicht nötig, ebensowenig wie den 3-D-Effekt, der nur an den wenigsten Stellen überzeugt, am meisten im toll animierten Abspann! Übrig bleibt spaßiges Popcornkino, was die Eintrittskarte wirklich wert ist.
7/10
Love and other drugs
Anne Hathaway ist der Star dieser dramatischen Romantikkomödie! Sie trägt den Film über Oberflächlichkeiten hinweg und fokussiert durch ihr intensives Spiel die ernsten Hintergründe über Krankheiten und dessen Umgang in einer partnerschaftlichen Beziehung und die Verfahrensweise der Pharmaindustrie, die neue medizinische Produkte verkaufen will. Dankenswerterweise wird niemals die absolute Kitschkeule ausgepackt, denn die Chemie zwischen Anne Hathaway und Jake Gyllenhaal ist derart überzeugend, dass keine weitere Intensivierung der Romantik notwendig ist. Trotz dieser mehr als guten Vorzeichen schafft der Film es nicht restlos zu überzeugen. Der Film ist nur selten lustig, um als Tragikomödie punkten zu können; für ein Drama jedoch zu harmlos und oberflächlich.
7/10
Last Night
Geschwätziges Drama über Versuchungen und Seitensprünge. Im zweiten Drittel dreht sich das Schauspiel etwas im Kreis, kann aber mit dem konsequent offenen Ende punkten!
6/10
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