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Donnerstag, 14. April 2011
Das Schmuckstück + Kurzkritik: Sucker Punch
dopo, 16:41h

Die Zeit der großen Diven ist doch irgendwie vorbei. Selbstverständlich gibt es im Showbusiness immer wieder Damen, die zu glauben scheinen eine Diva zu sein, aber den Ausdruck, den Stil und die Klasse bewahren die Meisten dabei leider nicht. Wie passend, dass eine der letzten Diven sich auch in der Handlung des Films zurück in die Vergangenheit werfen lässt, um die Geschichte einer Frau zu erzählen, die zeigt, was hinter einem stillen Wasser so lauern kann.
Die Ehefrau eines Fabrikinhabers gestaltet ihr Leben eher trist. Sie darf ein wenig im Haushalt aushelfen und sich um die angeblichen Bedürfnisse einer Frau kümmern. Wirklich ernst nimmt sie dabei niemand und auch der Zuschauer fragt sich, warum diese Frau sogar die Affären ihres Mannes akzeptiert. Durch gesundheitliche Probleme ihres Mannes wird sie kurzerhand die Chefin der Regenschirmfabrik und kann temporär beweisen, dass in ihr weitaus mehr steckt als eine devote Hausfrau.
Francois Ozon gelingt das Kunststück den Charme der 70er Jahre visuell auf die Leinwand zu bringen, auch wenn manchmal sowohl in der Ausstattung als auch in der Filmhandlung ein wenig Abwechslung nicht geschadet hätte. Die Dialoge sind enorm bissig und strotzen nur vor Wortwitz, auch wenn die Herangehensweise an Probleme oder Situationen mit Eskalationspotenzial der Filmfigur Suzanne grundsätzlich redundant ist. Der Film ist dennoch schrecklich unterhaltsam und sorgt immer wieder für große Lacher, obwohl „Das Schmuckstück“ durchaus einen ernsten Hintergrund hat und den auch stets behält. Denn auch heute müssen die Frauen oftmals noch um Anerkennung und Akzeptant kämpfen. Das tut jede Frau auf ihre Weise, in diesem Fall mit einem sehr unterhaltsamen Kinofilm!
8/10
Sucker Punch
Grenzdebiles Actionspektakel, was durch drei Erzählebenen eine interessante und innovative Geschichte zu erzählen versucht. Leider ist dieser mehrdimensionale Ansatz zum Scheitern verurteilt, weil der Regisseur Zack Snyder den Fokus lediglich auf die Optik legt. Die Bilder mögen hin und wieder opulent sein, neuartig ist hier leider gar nichts. Im Gegenteil: Die Dialoge sind zum abgewöhnen, wie auch das völlige Fehlen von Charakterzeichnung. Für einen Actionfilm zu wenig Spektakel, für alles andere jedoch zu wenig Inhalt.
3/10
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