Montag, 11. Januar 2010
Studieren in Darmstadt
dopo, 00:07h
13 Semester
Passend zur meiner letzten Vorlesung am Freitag ist nun ein waschechter Studentenfilm in die Kinos gekommen. Ja, nach den knapp 100 Minuten bin ich jetzt immer noch ein wenig wehmütig, dass man dieses Kapitel demnächst auch beenden kann bzw. Aber wer hätte gedacht so aus dem Film zu gehen, wenn man eine harmlose Studentenkomödie im Stil der klassischen Abi/High-School-Teeniekomödien zu mindestens vom Grundaufbau erwartet. Nein, der Film kann weitaus mehr! Und warum kann er das? Ganz einfach: Er nimmt die Thematik im Kern sehr ernst und bringt den Studentenalltag alltagsnah ohne irgendwelche unterhaltungsfördernden Schwachsinnseinfälle auf die Leinwand.
Speedzug oder Bimmelbahn – wie studiert es sich denn am besten? Die Frage beantwortet er dankeswerterweise nicht, sondern bringt den Grund für ein Studium auf den Punkt. Es ist eine Art Selbstfindungstrip mit Lerneinheiten für Klausuren und Co. Die Beschreibung klingt wahrscheinlich unendlich trocken und sperrig. Die Sache ist wirklich unterhaltsam und realistisch. Der Film lebt von kleinen Momenten, die ihn so sehenswert machen
(Bestes Beispiel: Ein etwas aufdringliches Mädchen versucht den Geschlechtsakt bei Moritz (Protagonist) zu erzwingen und steht plötzlich nackt vor ihm. Zu blöd, dass seine Herzdame in diesem Moment an der Tür klingelt. Darauf folgt keine dramatische Szene, sondern ein einfaches Erklären der Situation – drüber gelacht und weiter geht’s. Großen Dank an den Drehbuchautoren!!!).
Diese kleinen Momente führen auch direkt in das eigentliche und einzige Problem des Films: Er lebt von den kleinen Momenten, weil er keine Großen hat. Die Geschichte ist ganz flott inszeniert, aber ein Höhepunkt und ein spürbarer Wendepunkt bleiben aus. Dazu kommt, dass der eigentliche Star des Films Alexander Fehling als Mitbewohner Bernd dem Hauptdarsteller Max Riemelt (manchmal etwas zu normal) regelmäßig die Show stiehlt. So bleibt am Ende ein wirklich sehenswerter Film, den insbesondere werdende Studenten, Studenten selbst oder ehemalige Absolventen eine Chance geben sollten. Kein Jahreshighlight, aber was soll man auch von einem Mathestudium erwarten.
7/10
Passend zur meiner letzten Vorlesung am Freitag ist nun ein waschechter Studentenfilm in die Kinos gekommen. Ja, nach den knapp 100 Minuten bin ich jetzt immer noch ein wenig wehmütig, dass man dieses Kapitel demnächst auch beenden kann bzw. Aber wer hätte gedacht so aus dem Film zu gehen, wenn man eine harmlose Studentenkomödie im Stil der klassischen Abi/High-School-Teeniekomödien zu mindestens vom Grundaufbau erwartet. Nein, der Film kann weitaus mehr! Und warum kann er das? Ganz einfach: Er nimmt die Thematik im Kern sehr ernst und bringt den Studentenalltag alltagsnah ohne irgendwelche unterhaltungsfördernden Schwachsinnseinfälle auf die Leinwand.
Speedzug oder Bimmelbahn – wie studiert es sich denn am besten? Die Frage beantwortet er dankeswerterweise nicht, sondern bringt den Grund für ein Studium auf den Punkt. Es ist eine Art Selbstfindungstrip mit Lerneinheiten für Klausuren und Co. Die Beschreibung klingt wahrscheinlich unendlich trocken und sperrig. Die Sache ist wirklich unterhaltsam und realistisch. Der Film lebt von kleinen Momenten, die ihn so sehenswert machen
(Bestes Beispiel: Ein etwas aufdringliches Mädchen versucht den Geschlechtsakt bei Moritz (Protagonist) zu erzwingen und steht plötzlich nackt vor ihm. Zu blöd, dass seine Herzdame in diesem Moment an der Tür klingelt. Darauf folgt keine dramatische Szene, sondern ein einfaches Erklären der Situation – drüber gelacht und weiter geht’s. Großen Dank an den Drehbuchautoren!!!).
Diese kleinen Momente führen auch direkt in das eigentliche und einzige Problem des Films: Er lebt von den kleinen Momenten, weil er keine Großen hat. Die Geschichte ist ganz flott inszeniert, aber ein Höhepunkt und ein spürbarer Wendepunkt bleiben aus. Dazu kommt, dass der eigentliche Star des Films Alexander Fehling als Mitbewohner Bernd dem Hauptdarsteller Max Riemelt (manchmal etwas zu normal) regelmäßig die Show stiehlt. So bleibt am Ende ein wirklich sehenswerter Film, den insbesondere werdende Studenten, Studenten selbst oder ehemalige Absolventen eine Chance geben sollten. Kein Jahreshighlight, aber was soll man auch von einem Mathestudium erwarten.
7/10
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