Donnerstag, 4. März 2010
Shutter Island
dopo, 18:44h
Seit Monaten knabbere ich mir die Fingernägel beim Trailer schon ab und so sollte es doch dann auch bitte beim Film sein. Psycho-Horror-Mystery-Thriller benötigen zu aller erst eine beklemmende Atmosphäre, um den Zuschauer in eine Grundschockstarre zu versetzen (Für mich ist immer noch THE RING einer der Filme, der mehr als die Hälfte des Schreckens bloß über die Atmosphäre transportiert). Shutter Island fackelt gar nicht lange, sondern stürzt sich sofort in die Geschichte und nach wenigen Minuten sitze ich schon tief im Sessel – was für eine Filmmusik, fantastische Bilder und ein Set zum niederknien.
Leonardo DiCaprio sucht also eine Vermisste in einer Heilanstalt für Schwerstkriminelle und entdeckt bei seinen Recherchen frühzeitig einige Abgründe. Mehr sollte zu der Geschichte nicht gesagt werden, dessen Auflösung leider bereits ab der Hälfte des Films vorhersehbar ist (es gibt am Ende einfach nur noch zwei Optionen). Viel wichtiger ist die Schauspielleistung. Jede noch so kleine Nebenrolle ist beängstigend gut gespielt und insbesondere DiCaprio läuft zur absoluten Höchstform auf. Die Kameraführung ist oscarreif und erzeugt eine tiefere Raumbildung als die meisten 3D Produktionen. Vor lauter Begeisterung übersieht man dann gerne diverse Längen, die der Film zweifelsohne hat. Die Story läuft immer mal wieder einen Haken zu viel und wird ungeduldige Zuschauer zur Weißglut treiben.
Das Endergebnis bleibt aber ein sehr guter Thriller, von einem Meisterwerk, wie man es von Scorsese fast schon gewohnt ist, kann jedoch nicht die Rede sein. Immerhin: die letzten 30 Sekunden geben der letztlich recht glatten Auflösung dann doch mehr Tiefgang, sodass man den Film getrost ein zweites Mal schauen kann.
8/10
Leonardo DiCaprio sucht also eine Vermisste in einer Heilanstalt für Schwerstkriminelle und entdeckt bei seinen Recherchen frühzeitig einige Abgründe. Mehr sollte zu der Geschichte nicht gesagt werden, dessen Auflösung leider bereits ab der Hälfte des Films vorhersehbar ist (es gibt am Ende einfach nur noch zwei Optionen). Viel wichtiger ist die Schauspielleistung. Jede noch so kleine Nebenrolle ist beängstigend gut gespielt und insbesondere DiCaprio läuft zur absoluten Höchstform auf. Die Kameraführung ist oscarreif und erzeugt eine tiefere Raumbildung als die meisten 3D Produktionen. Vor lauter Begeisterung übersieht man dann gerne diverse Längen, die der Film zweifelsohne hat. Die Story läuft immer mal wieder einen Haken zu viel und wird ungeduldige Zuschauer zur Weißglut treiben.
Das Endergebnis bleibt aber ein sehr guter Thriller, von einem Meisterwerk, wie man es von Scorsese fast schon gewohnt ist, kann jedoch nicht die Rede sein. Immerhin: die letzten 30 Sekunden geben der letztlich recht glatten Auflösung dann doch mehr Tiefgang, sodass man den Film getrost ein zweites Mal schauen kann.
8/10
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