Sonntag, 7. März 2010
Alice im Wunderland (3D)
dopo, 22:16h
Meisterregisseur Tim Burton und Schauspieler Johnny Depp haben uns in den letzten Jahren großartige Filme, nein Meisterwerke beschert. Seit nun mehr als zwei Jahren wartete ich auf die Verfilmung von „Alice im Wunderland“, die auch noch mit 3D-Effekt zu bestaunen sein sollte. Erste Bilder vom Set des Films versprachen ein schräges Feuerwerk, wie es nur ein Tim Burton abbrennen kann. Die Frage schien daher längst beantwortet zu sein, ob die Schrägheit von „Charlie und die Schokoladenfabrik“ oder auch von „Big Fish“ nochmals überboten werden könnte.
Auch bei Betrachtung des Films möchte man nach den ersten 20 Minuten dies bejahen. Sofern man hinter die Fassade der bunten Welt schaut, fällt auf, dass man auf einen recht einfachen Trick reingefallen ist. Der Beginn ist sensationell spießbürgerlich inszeniert worden, sodass bereits jeder Farbtupfer einen Angriff auf die Netzhaut darstellt. Sobald man sich im Wunderland eingelebt hat, erlebt der Zuschauer jedoch keine weitere Überraschung mehr. Nach nicht einmal 40 Minuten hat man eigentlich alles gesehen, was es zu sehen geben sollte: Der übergroße Kopf von der roten Königin (Highlight in diesem Film: Helena Bonham Carter), eine bunte, wenn auch recht sterile Welt und natürlich Johnny Depp als Hutmacher. Johnny Depp überrascht aber keineswegs und kann mit der Symbiose aus seinen letzten Rollen bei mir nicht wirklich überzeugen!
Sobald Alice die Mission zugeteilt wird, gleitet der Film in Belanglosigkeiten ab und Spannung wird im Keim erstickt. Hier wurde viel Potenzial verschenkt; schließlich hätten die Änderungen dem Film einen neuen Impuls geben können und damit auch mehr Tempo. Trotz eigentlich knackiger Laufzeit von 108 Minuten (inkl. Abspann) hat der Film einige Längen und der Blick auf die Uhr wird nur durch die 3D Brille erschwert. Dabei könnte man diese getrost im Kinofoyer liegen lassen, denn diesen Film muss man nicht in 3D gesehen haben. Viel zu wenig wird man in die Welt hineingezogen, sodass sich 3 Euro Aufpreis wahrlich nicht lohnen. Mag sein, dass man seit Avatar in Bezug auf Räumlichkeit verwöhnt worden ist, aber daran müssen sich die Macher nun mal im Ansatz messen lassen. Das größte Problem ist allerdings die fehlende Atmosphäre; Zauber ist hier selten vorhanden!
Am Ende steht das Wort Enttäuschung im Raum. Selbstverständlich ist der Film noch über der durchschnittlichen Hollywood-Blockbuster Qualität erhaben. Nur sollte das für einen Tim Burton nun wirklich kein Maßstab sein, Blick durch die Brille hin oder her!
6/10
Auch bei Betrachtung des Films möchte man nach den ersten 20 Minuten dies bejahen. Sofern man hinter die Fassade der bunten Welt schaut, fällt auf, dass man auf einen recht einfachen Trick reingefallen ist. Der Beginn ist sensationell spießbürgerlich inszeniert worden, sodass bereits jeder Farbtupfer einen Angriff auf die Netzhaut darstellt. Sobald man sich im Wunderland eingelebt hat, erlebt der Zuschauer jedoch keine weitere Überraschung mehr. Nach nicht einmal 40 Minuten hat man eigentlich alles gesehen, was es zu sehen geben sollte: Der übergroße Kopf von der roten Königin (Highlight in diesem Film: Helena Bonham Carter), eine bunte, wenn auch recht sterile Welt und natürlich Johnny Depp als Hutmacher. Johnny Depp überrascht aber keineswegs und kann mit der Symbiose aus seinen letzten Rollen bei mir nicht wirklich überzeugen!
Sobald Alice die Mission zugeteilt wird, gleitet der Film in Belanglosigkeiten ab und Spannung wird im Keim erstickt. Hier wurde viel Potenzial verschenkt; schließlich hätten die Änderungen dem Film einen neuen Impuls geben können und damit auch mehr Tempo. Trotz eigentlich knackiger Laufzeit von 108 Minuten (inkl. Abspann) hat der Film einige Längen und der Blick auf die Uhr wird nur durch die 3D Brille erschwert. Dabei könnte man diese getrost im Kinofoyer liegen lassen, denn diesen Film muss man nicht in 3D gesehen haben. Viel zu wenig wird man in die Welt hineingezogen, sodass sich 3 Euro Aufpreis wahrlich nicht lohnen. Mag sein, dass man seit Avatar in Bezug auf Räumlichkeit verwöhnt worden ist, aber daran müssen sich die Macher nun mal im Ansatz messen lassen. Das größte Problem ist allerdings die fehlende Atmosphäre; Zauber ist hier selten vorhanden!
Am Ende steht das Wort Enttäuschung im Raum. Selbstverständlich ist der Film noch über der durchschnittlichen Hollywood-Blockbuster Qualität erhaben. Nur sollte das für einen Tim Burton nun wirklich kein Maßstab sein, Blick durch die Brille hin oder her!
6/10
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