Donnerstag, 1. Juli 2010
Für immer Shrek


Es ist der definitiv letzte Teil einer extrem erfolgreichen Filmserie. Eine mutige Ankündigung seitens Dreamworks, wenn man doch bedenkt, dass es sich um ihr erfolgreichstes Franchise handelt. Dennoch behalten die Verantwortlichen Recht. Irgendwann muss einfach mal Schluss sein, insbesondere wenn der Vorgänger qualitativ so sehr enttäuschte.

Shrek hat in den letzten drei Episoden eine Prinzessin für sich erobern können und mehrere Male ein ganzes Königreich gerettet. Nun ist es an der Zeit sich selbst zu retten. Der Alltagstrott hat den dreifachen Familienvater eingeholt und Shrek wünscht sich sein altes Leben bloß für einen Tag zurück. Rumpelstilzchen ist für seine miesen Verträge bekannt und auch Shrek fällt auf hin herein. Nicht nur das Königreich hat Shrek verloren, sondern auch seine Frau Fiona, die er nun an einem einzigen Tag davon überzeugen muss, dass er ihre große Liebe ist. Der Haken an dem Vertrag ist: Shrek hat nie existiert und daher wird er von niemandem in „Weit-Weit-Weg“ erkannt.
Das alles klingt nach einer neuen Story, letztlich wärmt Dreamworks den „Liebeskuss“ aus Teil 1 neu auf und dreht dabei alles einmal im Kreis.

Den satirischen Biss aus den ersten beiden Teilen kann auch der vierte Teil nicht mehr erreichen. Die Botschaft ist dafür viel zu weichgespült und auch in den Zwischentönen werden vielmehr konservative Disney-Botschaften vermittelt, die ein Loblied auf die Familie und die Liebe singen. Diese Entwicklung schmerzt ein wenig, denn insbesondere die ersten beiden Shrek-Filme konnten auf diese Art dem typischen Familienfilm eine neue Note hinzufügen. Dennoch ist der Film unterhaltsam und flott inszeniert worden, was das kleine Desaster des dritten Teils fast schon vergessen lässt. Die bekannten Figuren haben ihre großen Momente, wirken aber leider oft zu bemüht und teils lieblos in Szene gesetzt. Dabei hätte doch die neue 3-D-Technik für gewitzte Momente weitaus intensiver eingesetzt werden können. Diese bleibt unnötig und füllt lediglich die Kinokassen.

Der Film ist solide und eine klare Qualitätssteigerung gegenüber dem dritten Teil. Ein Highlight sieht dennoch ganz anders aus. Dreamworks hat es geschafft, dass man nicht allzu traurig das Ende der Serie betrachtet. So hat dieser unterhaltsame, aber etwas substanzlose Film am Ende doch noch eine Daseinsberechtigung.

5/10

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