Montag, 16. August 2010
Das A-Team - der Film
dopo, 11:57h

Und die nächste Verfilmung einer kultigen Fernsehserie steht auf dem Programm der Lichtspielhäuser im Lande. Bislang hat sich eine Filmumsetzung qualitativ selten gelohnt und auch in diesem Falle ist die Verfilmung besonders eins, nämlich überflüssig!
Der Cast rund um Liam Neeson kann sich dabei eigentlich wirklich sehen lassen und mit Jessica Biel und Bradley Cooper spielen für jeden Geschmack auch zwei Leckerbissen der aktuellen Schauspielriege Hollywoods eine bedeutende Rolle.
Nachdem das A-Team bei einem Einsatz rund um US-Dollar-Druckplatten im Irak in eine Falle geraten ist, wird jeder der Mitglieder unehrenhaft entlassen und zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren verurteilt. Hannibal und Co. wollen ihre Unschuld beweisen, ihren Namen damit reinwaschen und brechen natürlich total gewitzt aus der jeweiligen Gefängnisanstalt aus. Auf der Suche nach den Druckplatten decken sie einen Komplott auf, der über die Militärgrenzen hinaus seine Konsequenzen ziehen wird.
Die Schauspieler hatten ganz offensichtlich viel Spaß beim Dreh gehabt und somit überträgt sich häufig eine Leichtigkeit auch auf den Zuschauer. Leider sind einige Szenen wirklich dumm (über den Kölner Dom am Frankfurter Flughafen wird großzügig hinweggesehen), teilweise maßlos überzogen (das bezieht sich nicht auf die Action-Szenen – da war es klar, dass einiges völlig übertrieben wird) und bierernst inszeniert, sodass der Spaß deutlich getrübt wird. Das Grundkonzept „Wir nehmen nicht alles so ernst“ hätte da durchaus besser funktioniert und dem Zuschauer auch die „Gandhi-Zitat-Szene“ erspart. Die Spezialeffekte lassen zum größten Teil auch zu wünschen übrig und können keineswegs überzeugen. Viel zu schlampig wurden die Effekte in das Endbild integriert. Das Fehlen einer Story wäre absolut egal, wenn man eine vorhandene Story nicht suggerieren würde, nur um am Ende festzustellen, dass zu keiner Zeit derartige vorhanden war. Schade eigentlich, denn der Cast hatte seinen Charme.
Überflüssig und unnötig, obwohl großes Unterhaltungspotenzial eigentlich gegeben war. Doch Regisseur Joe Carnahan gelingt es nicht die notwendige Leichtigkeit über den gesamten Film zu versprühen. Daher ist „Das A-Team“ ein unausgegorener Action-Comedy-Mix, der 120 Minuten nicht so recht weiß, was er will und wo es hingehen soll.
5/10
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