Dienstag, 3. Mai 2011
Thor + Kurzkritik: Winter´s Bone/The Fighter


Comicverfilmungen beehren uns mittlerweile mehrfach im Jahr. Hier kämpft nicht selten ein, uns Deutschen meist unbekannter, Superheld für das Recht auf Erden, meist sogar um die Existenz des ganzen Planeten. Diese Ausgangssituation wird natürlich in THOR ebenfalls ausgeschlachtet, wenn auch in einer etwas anderen Form. THOR ist demnach kein Mensch, sondern kommt als entmachtetes Götterwesen auf unseren Planeten, um seine Läuterung zu erfahren.

Dazu gesellt sich eine Riege von namhaften Schauspielern, allen voran Anthony Hopkins und die frisch gebackene Oscargewinnerin Natalie Portman (auch wenn sie extremst wenig zu tun hat). Das Ganze wird garniert mit prächtigen CGI-Effekten, wie man sie grundsätzlich in Comicverfilmungen zu sehen bekommt. Wozu also einen weiteren Comic auf die Leinwand bringen?! Weil THOR, ähnlich wie IRON MAN, eine selbstironische Note enthält, die sehr erfrischend ist und somit angenehm auffällt.
Leider kommt THOR jedoch nicht an IRON MAN heran, was auch am fehlenden Charisma des Hauptdarstellers Chris Wemsworth liegt. Dieser macht seine Sache wirklich ordentlich, jedoch gegen Mr. Robert Downey Jr. kann er im direkten Vergleich nur verlieren.

Die Effekte können zwar überzeugen, jedoch sieht die Ausstattung, insbesondere die Kostüme, zu oft nach billigem Plastik aus. Dies mag inszenatorische Absicht sein, überzeugt im Gesamtpaket jedoch genau so wenig, wie die 3D Effekte, die zum wiederholten Male in einer Blockbusterproduktion einfach nicht zu finden sind und den Kinozuschauer erst im Abspann begegnen wollen. Schade, denn in dieser bunten Welt, bzw. Galaxie von durchgedrehten Planeten hätte ein räumlicher Effekt auch dramaturgisch durchaus Sinn ergeben. So bleibt am Ende ordentliches Popcornkino, mit Verbesserungspotenzial für den zweiten Teil.

7/10


Winter´s Bone

Schwieriges US-Drama, was durch die sehr amerikanischen Spielstätten Probleme mit der Durchschlagskraft beim europäischen Publikum haben wird. Schauspielerisch ist alles auf sehr hohem Niveau. Die dröge und nahe zu selbstvernichtende Atmosphäre raubt dem Zuschauer nicht selten den Nerv. Ein absoluter Downer und verdrängt aufgrund der traurigen Geschichte definitiv jedem die gute Laune!
6/10


The Fighter

Gigantisch gut gespieltes Boxdrama, was zwischenzeitlich durch den zähen Handlungsverlauf für den Zuschauer selbst zum Kampf wird. Dennoch sehr sehenswerter Film, der eine speziell ausgewählte Bevölkerungsschicht in den USA gekonnt seziert.
7/10

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