Montag, 15. August 2011
Super 8 + Bewertung Blue Valentine
dopo, 13:10h
Sommer ist Blockbusterzeit! Seit geraumer Zeit auch eher Sequel-Zeit. Nicht wenige zweite, dritte und vierte Teile kommen auf die Leinwand und können dabei eher selten restlos überzeugen. In diesem Jahr erscheint eine Großproduktion, die weder eine Comicvorlage, einer TV-Serie oder einem Vorgänger entsprungen ist. Nein, SUPER 8 wurde ausschließlich für das Kino geschrieben.
Eine Jugendclique will in den Sommerferien einen Film für ein Filmfestival produzieren und wird Zeuge eines Zugunglückes, welches nicht ohne Grund von ihrem Lehrer hervorgerufen wurde. Seltsame Würfel haben die Waggons geladen und scheinen aus einer anderen Welt zu sein. Als plötzlich immer wieder Personen aus der Kleinstadt verschwinden, wird schnell klar, dass ein mysteriöses Geschöpf sein Unwesen treibt. Die Geschichte ist dabei vielschichtiger als man auf den ersten Blick erkennen kann. Neben dem Sciene-Fiction Element fokussiert J.J.Abrams auch das Familiendrama zwischen Protagonist und Vater, die beide auf ihre Art und Weise mit dem tragischen Tod der Mutter zu Recht kommen müssen.
Der Film erzählt die Geschichte glücklicherweise nicht auf die moderne Art und Weise, sondern bringt nostalgische Atmosphäre in die Kinosäle! Die Bilder könnten 25 Jahre alt sein, die Charaktere sind allesamt fein ausgearbeitet, sympathisch und mit hohem Identifikationspotenzial ausgestattet. Der Hauch Selbstironie fehlt ebenfalls nicht. Kinomagie beherrscht das Publikum, wie es viel zu selten noch gelingt. Lediglich das Ende ist zu amerikanisch ausgefallen und die Darstellung des Showdowns ist arg übertrieben.
Wenn zwei der ganz Großen der Filmschaffenden zusammen kommen, muss das nicht immer ein Garant für großartige Unterhaltung sein (siehe Indiana Jones 4), aber in diesem Fall ist Super 8 der Sommerblockbuster schlechthin, der mit seiner Detailversessenheit eine Liebeserklärung an die Blockbuster der 80er Jahre ist. Wer über die kleinen Schwächen am Ende hinwegsehen kann, hat viel Freude für den normalen Kinotarif, denn vor 25 Jahren liefen die Film nicht in 3D.
9/10
Blue Valentine
Realistisches, bedrückendes und trauriges Résumé einer gescheiterten Beziehung, an der beide viel zu lange festgehalten haben.
8/10
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